Feldtag Queckbrunnerhof 2026 – ein Tag zwischen Salatversuch und autonomem Traktor
Am Donnerstag, 10. September 2026, hat das DLR Rheinpfalz seinen Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof in Schifferstadt für den großen Gemüsebau-Feldtag geöffnet. Von 9 bis 17 Uhr ging es durch die Versuchsflächen, zur Sachkundefortbildung Pflanzenschutz und über eine Maschinenausstellung, auf der die halbe europäische Hacktechnik-Branche stand. Ich war mit einem eigenen Beitrag gemeinsam mit Amazone und Petri Landmaschinen vor Ort – hier mein Rückblick.
Foto: eigene Aufnahme, mit KI-Werkzeug retuschiert (Entfernen störender Bildelemente).
Der Feldtag am Queckbrunnerhof ist für den Freilandgemüsebau in der Region einer der wichtigsten Termine des Jahres. Wer wissen will, wohin sich Pflanzenschutz, Beikrautregulierung und Sätechnik entwickeln, bekommt hier an einem Tag den kompletten Überblick – im Versuch nachvollziehbar aufbereitet und auf dem Feld in Bewegung zu sehen.
Die Eckdaten
- Wann: Donnerstag, 10. September 2026, 9:00 – 17:00 Uhr
- Wo: Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof, 67105 Schifferstadt – nördlich des Betriebsgeländes, Parkplätze direkt am Feldtagsgelände
- Eintritt: frei
- Veranstalter: DLR Rheinpfalz, Gartenbau · gemuesebau@dlr.rlp.de · Termininfo beim DLR
- Organisation: Sebastian Weinheimer, Tel. 06235/9263-73
Führungen durch die Versuche
Die Führungen fanden in den Versuchs- und Schauflächen statt; die Startzeiten hingen am zentralen Führungspunkt auf dem Feldtagsgelände aus. Thematisch war einiges dabei, was gerade unter den Nägeln brennt:
- Blattlausbekämpfung in Salat
- Bio-Rote Beete – Befall mit der Schilfglasflügelzikade in Abhängigkeit von der Dauer der Netzabdeckung
- Petersilie – Sortenversuche
- Herbizidversuche in Zwiebeln, Basilikum und Möhren
- Weißer Rost und Falscher Mehltau an Radies
Neu in diesem Jahr: eigene Führungen durch die Maschinenausstellung, damit die Technik nicht nur einzeln herumsteht, sondern im Zusammenhang erklärt wird.
Angebote des DLR
Rund um die Versuche haben sich die Beratungsangebote des DLR präsentiert:
- Wasserschutzberatung RLP
- Öko-Leitbetriebe – Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau (KÖL)
- PS-Info
- Projekte „Humus für Gemüse", ToGeP und Öko-Gemüse
Feldtag Queckbrunnerhof, 10.09.2026 – Versuchsflächen und Maschinenausstellung. Fotos: PfalzFly
Maschinenvorführungen: autonome Hacktechnik im Dauereinsatz
Das eigentliche Spektakel lief auf den Vorführflächen. Autonome und teilautonome Systeme haben den ganzen Tag Reihen abgefahren – von der klassischen Hacke über kamerageführte In-Row-Technik bis zum Laserweeder. Mit dabei waren unter anderem:
- AgXeed – autonomer Traktor
- Caterra – autonomer Laserweeder
- Naiture – Laserweeder
- Agripass – Hackroboter
- Farming GT – In-Row-Hackroboter
- Odd.bot – Jäteroboter
- Ecorobotix – ARA Spotsprayer
- Amazone – Spotsprayer
- Rumex – Spotspray
- Garford, Einböck, Feldklasse, Samo (In-Row-Hacke), Ferrari, Terrateck (Hack- und Pflanztechnik) – Hacktechnik
- Fyeld – K.U.L.T. Hacktechnik
- Kooiman Meesters in Mechanisatie – Kohlpflanzmaschine
- Checchi & Magli – Pflanzmaschine und Folienleger
- … und viele weitere Hersteller.
Auf dem Programm stand außerdem eine Sachkundefortbildung Pflanzenschutz, die im Rahmen einer digitalen Führung über das Feldtagsgelände angeboten wurde – Anmeldung und Formular liefen über die DLR-Homepage.
Unterwegs auf dem Feldtagsgelände. Videos: PfalzFly
Meine Rolle am Feldtag
Ich war am Queckbrunnerhof nicht als Zuschauer, sondern mit einem eigenen Beitrag vor Ort. Gemeinsam mit Amazone und Petri Landmaschinen GmbH konnte ich zeigen, wie Drohnendaten und moderne Pflanzenschutztechnik im Zusammenspiel funktionieren – von der Befliegung bis zur zielgenauen Ausbringung.
Der rote Faden: Frühwarnung aus der Luft und integrierter Pflanzenschutz am Boden greifen ineinander. Die multispektrale Befliegung zeigt Stress-, Nährstoff- und Befallszonen, bevor sie im Bestand mit bloßem Auge auffallen – und genau diese Karten sind die Grundlage, damit Spot-Sprayer, Hackroboter und Laserweeder gezielt statt flächig arbeiten. Erst sehen, wo es sich lohnt, dann exakt behandeln. Am Stand von Amazone und Petri ließ sich dieser Weg von der Drohnenkarte bis zur Applikationskarte auf der Maschine durchspielen.
Für mich war der Feldtag deshalb weniger Messe als Werkstattbesuch: Welche Systeme kommen tatsächlich in die Reihe? Wie schnell sind sie? Wo hakt es noch bei nassem Boden, dichtem Bestand oder kleinen Kulturen wie Petersilie und Radies? Diese Fragen nehme ich mit in die nächsten Befliegungen.
Was hängen bleibt: viele gute Gespräche, spannende Fragen und jede Menge Interesse an dem, was mit Drohnentechnologie in der Landwirtschaft heute schon möglich ist. Genau dafür machen wir das. 🌱
Danke
Vielen Dank an alle Interessierten für die vielen guten Gespräche – und ein großes Dankeschön an das DLR Rheinpfalz, Amazone und Petri Landmaschinen GmbH für die gelungene gemeinsame Vorführung. Ein besonderer Dank geht an Martin, Dahn und Rainer für die tolle Zusammenarbeit rund um die Organisation.
Ausblick
Am 29. September 2026 geht es beim DLR-Drohnenvormittag „ACKERVISION" am selben Standort weiter – dort spreche ich über multispektrale Frühwarnung und Praxisbeispiele aus dem Gemüsebau. Wer beim Feldtag nicht zum Reden gekommen ist, holt das dort nach.
Organisation Feldtag: Sebastian Weinheimer, DLR Rheinpfalz, Tel. 06235/9263-73 · Fragen an PfalzFly: +49 176 41513981 · anfrage@pfalzfly.de